Mit den richtigen Marketingmaßnahmen den Einzelhandel transformieren

Zweifelsohne wird unser Leben immer digitaler. Streaming-Plattformen machen den Serienmarathon zum Breitensport, Essen bestellen wir übers Smartphone – wie fast alles andere inzwischen auch. Wenig verwunderlich, dass das Marktvolumen des E-Commerce Jahr für Jahr steigt. Wer analoge Geschäftsflächen betreibt und auf persönlichen Kundenkontakt angewiesen ist, hat es nicht einfach. Dennoch darf der stationäre Handel nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern muss die sich ihm bietenden Möglichkeiten nutzen. Richtig angewandt, kann vor allem Marketing im Einzelhandel der Schlüssel zum Erfolg sein.

01.03.2022, Cleverbon

marketingmaßnahmen einzelhandel

Die Aussichten für den stationären Handel sind nicht rosig, die Konkurrenz aus dem World Wide Web ist groß. Ein Umdenken und entsprechende Maßnahmen sind unverzichtbar, so viel ist klar. Vor allem mit Marketingmaßnahmen kann der Einzelhandel zukunftsfähig bleiben und dem Angriff des E-Commerce standhalten. Manche suchen ihr Heil im schonungslosen Preiskampf, andere brechen Rekorde im Reklame-Triathlon: gut, geil, günstig. Wirklich zielführend ist aber ein strategischer Ansatz, beginnend mit der Frage: „Was wünschen sich Kunden im Einzelhandel?“. Das Einkaufserlebnis, die persönliche Beratung, die Möglichkeit bestimmte Produkte zu probieren, zu schmecken, zu fühlen – das alles können Onlineshops nicht bieten. So gibt es auch, wenn der Onlinehandel vieles einfacher macht, durchaus Punkte, die für den Einzelhandel sprechen. Und Totschlagargumente, die bisher immer als uneinholbare Vorteile der digitalen Verkaufsflächen genutzt wurden, stellen sich bei genauerer Betrachtung gar nicht mehr als Alleinstellungsmerkmale heraus. 

 

Da sein, wo die Zielgruppe ist

Selbst die brillantesten Marketingtaktiken sind nicht wirksam, werden potenzielle Kunden und Kundinnen nicht dort abgeholt, wo sie sich aufhalten. Und das ist heutzutage nun mal verstärkt in der digitalen Welt. Heißt: Der stationäre Einzelhandel kommt nicht ohne einen Onlineauftritt herum. Insbesondere die Präsenz in den sozialen Medien gehört dazu – selbst ohne Onlineshop. Sie sind eine kosten- und zeitschonende Möglichkeit, Onlinemarketing zu betreiben und mit der eigenen Zielgruppe zu interagieren. Viele Geschäfte und Boutiquen haben Displays mit einfachen Schildern, die die Kunden auffordern, ihrem Instagram- oder Facebook-Account zu folgen. Diese Social Media-Profile lassen sich nutzen, um etwa neue Produkte zu bewerben, den Followern einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren (=Branding) oder sie mit Gewinnspielen zu loyalisieren. Allerdings sollten stationäre Händler auch nicht alles ins Internet verlagern. Flyer, Prospekte und Außenwerbung sind nach wie vor gute Möglichkeiten, die eigene Bekanntheit zu steigern. Ein schön gestaltetes Schaufenster ist auch geeignet, Kundinnen und Kunden in den Laden zu locken.

 

Das Interesse wecken

Auch am Point of Sale sind Gewinnspiele eine große Chance, den Umsatz anzukurbeln. Im Rahmen des POS-Marketings erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen personalisierten Code. Dieser lässt sich entweder direkt im Laden einlösen, oder führt auf die Internetseite des Unternehmens. Stringent aufgezogen, verschmelzen so digitale und analoge Kanäle miteinander. Digitale Kassenbons führen die Kundinnen und Kunden auch ohne Gewinnspiel auf die eigene Internetseite oder zum Anmeldeformular für den Newsletter. Dort werden sie später wieder auf Aktionen aufmerksam gemacht oder bekommen beispielsweise einen persönlichen Rabattcode, der sich im Laden einlösen lässt. Das wiederum bringt neue Leads und somit potenzielle neue Kundinnen und Kunden. 

 

Ohne Digitalisierung geht es nicht

Eines sollte spätestens jetzt jedem klar sein: Wer so weitermacht wie bisher, für den wird es schwer, sich gegen die Marktmacht des Onlinehandels zu behaupten. Ganz nach dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen“, ist die Digitalisierung des Einzelhandels ein Muss. Möglichkeiten dazu gibt es zum Glück einige – manche kosten nicht mal viel Geld. Die Menschen nutzen zunehmend Tools wie Google und TripAdvisor, um Unternehmen in ihrer Umgebung zu finden und zu entdecken. Vor allem kleine Einzelhandelsunternehmen sollten diese zum Bestandteil des eigenen Marketings im Einzelhandel machen und dort die eigene Sichtbarkeit erhöhen. E-Mail-Marketing ist relativ unkompliziert und ohne große Schwierigkeiten realisiert. Eines der besten Mittel, um mehr Besucher in Ihr Geschäft zu locken, ist die Schaltung von standortbezogenen Anzeigen. Geo-Marketing geht sogar noch einen Schritt weiter. Dabei bekommen Menschen, die sich in einem bestimmen Gebiet aufhalten, per Push-Benachrichtigungen Angebote aufs Smartphone. Das passiert zum Beispiel, wenn er oder sie sich in der direkten Nähe zur Filiale befindet. Diese Marketingmaßnahme in Einzelhandel lässt sich wie auch der Newsletter ideal mit Rabattcodes oder anderen Verkaufsförderungsaktionen kombinieren. 

 

Den E-Commerce mit den eigenen Waffen schlagen

Auch personalisierte Kaufempfehlungen, bislang einer der USPs (unique selling proposition) des E-Commerce, lassen sich im Einzelhandel nutzen. Algorithmen im Hintergrund erkennen, welche Produkte auffallend oft in Kombination gekauft werden und geben personalisierte Produktempfehlungen aus. Kundinnen und Kunden bekommen direkt nach dem Kaufabschluss die Empfehlung aufs Smartphone. Künstliche Intelligenz lässt sich also auch im stationären Handel einsetzen. Am effizientesten ist die Maßnahme natürlich, wenn der Link auf einen eigenen Onlineshop geht. Bestellt ein Kunde oder eine Kundin den empfohlenen Artikel, lässt er sich per Click & Collect vor Ort abholen. Damit schafft dieser Vorgang, die digitale mit der analogen Welt zu verknüpfen und den Menschen sowohl den Komfort des Onlinehandels wie auch das Shoppingerlebnis des stationären Handels zu bieten. Ein digitaler Point of Sale ist von Vorteil, aber keine Verpflichtung. Aber auch, wer über keinen Onlineproduktkatalog verfügt, profitiert von Produktempfehlungen basierend auf künstlicher Intelligenz. Denn die Vorschläge bieten gewaltiges Potenzial für Cross- und Upselling. 

Vor allem die nahtlose Kombination von Online- und Offline-Einzelhandel ist die Lösung, um die Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher vollkommen zu befriedigen – ganz gleich, wo der Ausgangspunkt liegt. Ansätze, das in die Tat umzusetzen, gibt es viele. Wir bei CLEVERBON haben uns der Aufgabe verschrieben, die Möglichkeiten, die die Digitalisierung dem Handel bietet, allen zugänglich zu machen. Unabhängig von der Größe oder der Branche unterstützen wir Sie dabei, Marketingmaßnahmen im Einzelhandel umzusetzen und so von mehr Nachhaltigkeit und zukunftsfähigen Prozessen zu profitieren. Wenn Sie wissen wollen, wobei wir ganz speziell Sie und Ihr Unternehmen unterstützen können, nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf. 

Kommentar verfassen