Der Kassenbon – Müll oder hilfreich gegen Steuerbetrug?

Was Anfang 2020 mit dem Ziel Steuerbetrug zu vermeiden eingeführt wurde äußert sich seitdem vor allem als eine Kaskade an Mehraufwänden und einer Flut an verschwendeten Ressourcen: die Kassenbonpflicht. Manche halten die Belegausgabepflicht für notwendig, um Steuerbetrug einzugrenzen, andere sehen das kritisch und sagen die Regelung bringt eine immense Ressourcenverschwendung mit sich, da die Kassenbons im Müll landen.

27.07.2021, Cleverbon

Wie viele Kassenbons landen im Müll

Seit dem 01. Januar 2020 spaltet die Kassenbonpflicht in Deutschland die Gemüter. Sie besagt, dass bei jeder Transaktion, die mittels elektronischer Registrierkasse abgeschlossen wird, ein Beleg ausgestellt werden muss. Das gilt für alle Unternehmen unabhängig von Branche oder Größe. Selbst, wer sich nur eine Brezel beim Bäcker um die Ecke, oder einen Kaugummi an der Tankstelle holt, bekommt einen Kassenbon in die Hand gedrückt. Allein Verkaufsstellen, die eine offene Ladekasse verwenden sind von der Kassenbonpflicht ausgenommen. Schaut man sich das Konsumverhalten der deutschen Bevölkerung an, so werden im Durchschnitt 2-4 Bons pro Person und Tag ausgehändigt. Auf der einen Seite macht die Regelung Steuerbetrug schwieriger, die Gegner der Regel verweisen auf der anderen Seite auf die massive und vermeidbare Umweltbelastung. 

Konträr zu Umwelt- und Klimaschutz

Tatsächlich ist aufgrund von Beobachtungen und Aussagen von MitarbeiterInnen im Handel davon auszugehen, dass über 90 % der Kassenbons direkt im Müll landen. Die durchschnittliche Lebenszeit beträgt weniger als eine Minute. Daraus entstehen riesige Müllberge mit ca. fünf Milliarden Bons pro Jahr. In Gewicht macht das ca. 10 Tonnen weltweit. Auch die Herstellung des Thermopapiers ist ressourcenintensiv: 58 Millionen Liter Wasser und 150 Millionen Bäumen werden dafür jährlich benötigt. Ob das in Zeiten, in denen die Spatzen Themen wie Nachhaltigkeit oder Klimaschutz von allen Dächern des global Village zwitschern eine angemessene Lösung ist, ist mehr als fraglich. In einem Land wie Deutschland, das für seine Bürokratie berüchtigt ist, ist diese Situation längst kein Aufreger mehr, sondern nur ein weiterer Eintrag in der langen Liste fragwürdiger Entscheidungen und Wasser in den Mühlen derer, die der Bundesregierung zu viel Nichtstun im Kampf gegen den Klimawandel vorwerfen. Bäume zu fällen, um Papier herzustellen, auf denen Kassenbons gedruckt werden, die im Müll landen: Ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen geht anders. Was Viele, die die Bons mitnehmen zudem nicht wissen: Papier ist auch nicht gleich Papier. So sind beschichtete Papiere wie eben Kassenbons oder Buskarten im Restmüll zu entsorgen. In der Praxis gehen die Menschen jedoch häufig den Weg sie in der blauen Tonne oder im Altpapier zu entsorgen. Dabei muss das alles nicht sein, denn gerade die in Deutschland so langsam in Gang kommende Digitalisierung bietet einen intelligenten Ausweg.

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Alternative: der digitale Kassenbon

Der Gesetzgeber schreibt im Kassengesetz lediglich die Ausstellung eines Bons per se vor, nicht jedoch das Medium. So bieten digitale Kassenbons eine praktische und nachhaltige Alternative zum klassischen Beleg auf Papier, weil dadurch die Verschwendung von Rohstoffen eingedämmt wird. Ein weiterer Vorteil: ausgewählte Anbieter bieten die Möglichkeit die digitalen Belege individuell gestalten zu lassen, zum Beispiel mit Rabattcodes oder Cashback-Funktionen. So wird aus dem papierbasierten Kassenbon für den Müll ein digitaler, kostengünstiger Marketing-Kanal ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt oder Unmengen an Papier im Restmüll entsorgen zu müssen. 

CLEVERBON bietet Ihnen so die Möglichkeit der Komplexität den Wind aus den Segeln zu nehmen und Ressourcen zu sparen. Ganz nebenbei profitieren Sie von einer neuen und innovativen Möglichkeit mit der Zielgruppe zu interagieren und die eigenen Produkte zu bewerben. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie CLEVERBON Ihnen helfen kann, kontaktieren Sie uns am besten noch heute.

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