Digitalisierung Einzelhandel: Anpassung an neue Gegebenheiten

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Standort in der beliebtesten Einkaufsstraße über Erfolg oder Niedergang des eigenen Business entschieden hat. Klar, der stationäre Handel ist nicht tot, aber unser Einkauf verlagert sich mehr und mehr ins Internet – 3…2…1…meins. Für Kundinnen und Kunden war es noch nie so einfach wie heute an ein gewünschtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung zu kommen. Da überlegt man es sich zweimal, ob man den Weg ins Geschäft auf sich nimmt. Was für Verbraucherinnen und Verbraucher also ein großer Vorteil ist, bringt für den stationären Handel einen gewaltigen Druck mit sich.

20.08.2021, Cleverbon

Digitalisierung im Einzelhandel

Die digitale Transformation im Einzelhandel hat begonnen

Der Handel durchläuft derzeit einen umfassenden digitalen Wandel. Käufe und Geschäftsprozesse verlagern sich immer mehr ins Internet. Spätestens seitdem die Corona-Krise als Brandbeschleuniger fungiert ist der Trend unumkehrbar. Fast zwei Drittel der Deutschen haben seit dem Ausbruch von Covid-19 mehr online eingekauft als zuvor, der Umsatz des Online-Handels in Deutschland war im zweiten Quartal 2020 um 16,5 % höher als im Vorjahresquartal. Natürlich gibt es je nach Branche oder Kundenstruktur Unternehmen, die auf das Internet und seine Möglichkeiten verzichten können – die Regel ist das aber nicht. Obwohl im stationären Einzelhandel noch gutes Geld verdient wird, ist es wichtig sich nach Möglichkeiten umzusehen, um breit aufgestellt zu sein und Potenziale zu nutzen. Die Digitalisierung im Einzelhandel ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein Must-have.

Wie digital ist der Einzelhandel?

Natürlich gibt es viele Betriebe, die das Thema offensiv angehen. Insgesamt ist der deutsche Handel aber noch zögerlich unterwegs, was die Digitalisierung angeht. Dabei zeigt sich insbesondere ein Unterschied hinsichtlich der Unternehmensgröße: Die Digitalisierung im Einzelhandel ist bei großen und mittleren Unternehmen weiter als bei kleinen. Häufig fehlen Zeit und Geld für den Wandel, der Datenschutz oder andere gesetzliche Auflagen stellen ein zusätzliches Hindernis dar. Gerade kleine Unternehmen sollten mit der Online-Kundenkommunikation beginnen und für Präsenz in Sozialen Medien und einen aussagekräftigen Google-My-Business-Eintrag sorgen. Auch eine eigene (für mobile Endgeräte optimierte) Website gehört heute zum Standard und ist wichtig. Angebote und Flyer lassen sich per E-Mail verschicken, das spart Kosten für den Druck von papierbasierter Werbung. Vor Ort bieten elektronische Preisschilder einerseits zahlreiche Einsparmöglichkeiten. Auch für die von Vielen als lästig empfundene Kassenbonpflicht gibt es digitale Alternativen, die ein gewaltiges Marketingpotenzial bieten. Eine weitere Möglichkeit die digitale Transformation im Einzelhandel anzustoßen: mittels GEO-Marketings lassen sich durch Push-Benachrichtigungen Angeboten auf die Smartphones der Zielgruppe senden, wenn diese sich in einem bestimmten Umkreis zur Filiale befinden. Die beste, wenn auch umfangreichste Lösung, ist mit Sicherheit die des eigenen Online-Handels. Allerdings geht es dabei nicht darum, den stationären Einzelhandel aufzugeben und sein Heil in der digitalen Welt zu suchen. Eine moderne Lösung verknüpft diese beiden Kanäle, indem sie die Systemlandschaft im Hintergrund des Online-Shops mit den Systemen der Filiale verbindet. Dies setzt ein gewaltiges Potenzial frei und ermöglicht beispielsweise die Umsetzung von Click & Collect, die Abholung von Online-Bestellungen in der Filiale.

Was bedeutet Digitalisierung im Einzelhandel?

Vor allem geht es für die Gesamtheit der Händler darum, Möglichkeiten zu nutzen, den Status quo zu überdenken und sich das Leben einfacher zu machen. Beispiele für die Digitalisierung im Einzelhandel für Unternehmen, die schon weiter sind, finden sich bei den Strukturen im Hintergrund: Um Materialflüsse effizienter zu planen und Aufträge besser abwickeln zu können, können Produktion und Supply Chain über das ERP-System koordiniert werden, wenn die Filiale vor Ort bereits über ein übergeordnetes Warenwirtschaftssystem verfügt. Existieren mehrere Filialen gilt es, diese zumeist autark voneinander operierenden zu verbinden und so neben der vertikalen auch eine horizontale Integration zu realisieren. Das ermöglicht den Austausch der einzelnen Filialen untereinander und jeweils mit dem Zentrallager. Der Kunde oder die Kundin profitiert von diesem Grad an Digitalisierung, indem er oder sie sich beispielsweise direkt online darüber informieren kann, in welcher Filiale das Wunschprodukt verfügbar ist.

Jetzt die Möglichkeiten nutzen

Die Digitalisierung im Einzelhandel hat begonnen, verschlafen sollte man sie nicht. Vor allem geht es darum, Berührungsängste abzulegen und mit kleinen, einfach Schritten zu beginnen. Wir von CLEVERBON helfen Ihnen gerne dabei und zeigen Ihnen Möglichkeiten, wie Sie Ihren stationären Handel digitaler gestalten. Nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf. 

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