Digitaler Kassenbon – Ist der digitale Kassenbeleg die umweltschonende Zukunft im Handel?

Der digitale Kassenbon ist eine nachhaltige Lösung für Händler und Kunden, der momentan
wenig Beachtung in Deutschland findet. Dies könnte daran liegen, dass bereits der klassische
Kassenzettel keinen hohen Stellenwert in unserem Alltag hat. Der digitale Kassenbeleg bietet
die Möglichkeit den Papierverbrauch und dadurch wertvolle Ressourcen zu reduzieren.
Ebenso macht dieser auch die Archivierung wichtiger Belege einfacher.
Umgesetzt wird dies beispielsweise per App, die den Kassenbon als QR-Code scannt und
abspeichert oder in Form eines Mini-Computers mit dem Händler die Belege in digitaler
Form direkt an Kunden ausgeben können. Kunden entscheiden hierbei selbst, ob sie den
digitalen Kassenzettel auf dem Handy erhalten oder ablehnen möchte.

03.05.2021, Cleverbon

Die Kassenbonpflicht

Die Kassenbonpflicht hat Anfang 2020 in Deutschland für sehr viel Aufregung gesorgt und war das Startsignal rund um die Thematik des digitalen Kassenbons. Die Maßnahme, die in erster Linie Steuerbetrug erschweren soll, führte zu verärgerten Händlern und Kunden. Viele Händler präsentierten Berge von Kassenbons, um auf „einen unnötigen Akt der Umweltverschmutzung“ und die Papierverschwendung aufmerksam zu machen.

Möglichkeiten zur Ressourcen- und Kosteneinsparung

Der digitale Kassenbon, oder digitaler Bon, bietet die optimale Lösung, um die Kassenbonpflicht umweltschonend umzusetzen. Eine steigende Anzahl von Startups und Unternehmen beschäftigen sich mit der Thematik, um Belege ressourcenschonend und unkompliziert vom Händler zum Kunden transferieren zu können. Der digitale Bon ermöglicht eine digitale Verwaltung der Kassenzettel und verhindert, dass diese ausbleichen, kaputt oder verloren gehen.

Neben ressourcensparenden und umweltschonenden Möglichkeiten bieten digitale Kassenzettel ein hohes Einsparpotential durch den Wegfall von Druckkosten. Dies erzeugt vor allem bei größeren Händlern einen Vorteil im Gegensatz zur Nutzung von Papierbelegen. Der weiße Papierbon wird zurecht mit einem hohen und unnötigen Papierverbrauch in Verbindung gebracht und von vielen Kunden abgelehnt. Aus diesem Grund wird immer häufiger auf den „neueren“ blauen Kassenbon zurückgegriffen. Dieser verzichtet auf die herkömmliche Verwendung von der gesundheitsschädlich Entwicklersubstanz Bisphenol A und wird auf phenolfreiem Thermopapier gedruckt. Inwieweit die Verwendung von einem nicht weiter gesundheitsschädlichem Papierbon aus recyclebarem Papier als „umweltfreundlich“ bezeichnet werden kann, ist fraglich. Der blaue Kassenbon ist umweltfreundlicher, als der weiße Kassenbon, aber der immens hohe Papierverbrauch für Kassenbelege, die in der Regel umgehend weggeschmissen werden, bleibt bestehen.

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Digitale Kassenbons als Marketingmöglichkeit

Der Kassenbon ist für den Kunden im Regelfall das letzte, dass dieser beim Kauf von Produkten von einem Händler erhält. PoS-Kassensysteme bieten in diesem Zusammenhang nicht nur die Möglichkeit des Kassierens und Dokumentierens, sondern beispielsweise ebenso der Warenwirtschaft, des Kundenmanagements, der Anbindung zum Steuerberater, der Nachbestellung von Produkten und des Anlegens von Kundenprofilen.

Digitale Kassenbelege werden hierbei als App oder Mini-Computer als letzte Schnittstelle zum Kunden eingesetzt, um dadurch die Kundenerfahrung mit dem Unternehmen zu verbessern. Ebenso unterstützt die Nutzung dieser digitalen Möglichkeit die Stellung als digitaler Vorreiter untermauern. Gerade Kunden-Apps, die Händler wie Rewe, Edeka oder Lidl bereits nutzen, bieten eine ideale Möglichkeit, um digitale Kassenbons zu integrieren. Diese bieten vom Onlinehandel über Sonderangebote bis hin zu personalisierten Gutscheinen ein optimales Umfeld, um digitale Kassenzettel einzuführen, zu nutzen und auf Kundenkontobasis aussagekräftige Daten über einen Kunden zu erhalten.

Gerade die Pandemie hat in Deutschland eine Veränderung im Handel vor Ort vorangebracht und die Menschen wollen immer häufiger bargeldlos und kontaktlos ihren Kauf abschließen. Hierbei wollen und sollen Händler, die auf digitale Kassenbons umstellen, ansetzen.

Kassensicherungsverordnung – der nächste Schritt der Kassenbonpflicht

Ein weiterer wichtiger Punkt in Bezug auf digitale Kassenbons ist Zukunftssicherheit. Die Kassensicherungsverordnung sieht als Erweiterung zur Kassenbonpflicht vor, dass Kassen im Handel mit einem speziellen Sicherheitschip ausgestattet sein müssen. Dieser Sicherheitschip soll sicherstellen, dass Kassen nicht manipuliert werden und jeder Kassenbeleg einen gesicherten Chip enthält. Dieses Vorgehen ist in anderen europäischen Ländern bereits erfolgreich umgesetzt werden. Digitale Kassenbons können hierbei optimal integriert werden und nutzen dabei die digitalen Möglichkeiten vollständig aus. Durch die vollständige Ausschöpfung digitaler Möglichkeiten für Händler und Kunden sind digitale Kassenbelege vor allem in Kombination mit PoS-Kassensystemen ein erfolgreicher Weg, um die Position als digitaler Vorreiter als Händler weiter auszubauen und den Kunden auf allen Wegen der Einkaufsentscheidung digital zu begleiten.

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